Heimische Gastronomie setzt immer mehr auf Herkunftssicherung - Trend zu Regionalität und Qualität mobilisiert auch den Großhandel

25.02.2011

(Wien, 25.2.2011) Das AMA-Gastrosiegel gibt es nunmehr seit 3 Jahren. Über 1.200 Gastro-Betriebe konnten mittlerweile diese Auszeichnung erlangen. Analysen der Stamm- und Kontrolldaten haben ergeben, dass sich das Einkaufsverhalten der teilnehmenden GastronomInnen verändert hat. Teilnehmer am AMA-Gastro-System kaufen zunehmend mehr regionale Produkte, die herkunftsgesichert sind. Auch der Gastro-Großhandel hat sich auf diese neuen Bedingungen eingestellt und bietet zunehmend regionale Markenprogramme an. ****

3 Jahre AMA-Gastrosiegel: 1.200 Mitglieder; omnipräsent; EU-weit einzigartig
Vor drei Jahren wurde auf Initiative des Kuratoriums Kulinarisches Erbe das AMA-Gastrosiegel ins Leben gerufen. Damit wird die Rohstoffherkunft in der Gastronomie sichergestellt. Mittlerweile nehmen bereits über 1.200 Betriebe in ganz Österreich an diesem EU-weit einzigartigen Herkunftssicherungssystem teil. Im Detail bedeutet dies, dass die Gastronomiebetriebe aus 5 Produktkategorien individuell jene Produkte auswählen, deren Herkunft in der Speisekarte gekennzeichnet wird. Diese Kategorien umfassen Fleisch, Milch, Eier, Obst & Gemüse, Wild und Süßwasserfisch.
Das AMA-Gastrosystem ist einzigartig, weil es bislang weder auf nationaler noch auf EU- Ebene "eine Regelung zur Kennzeichnung und Dokumentation näherer Angaben bei zubereiteten landwirtschaftlichen Produkten in der Gastronomie und Hotellerie" gab.
Die Betriebe des AMA-Gastrosiegels sind zudem auf allen modernen Kommunikationsschienen präsent. Dazu gehören die Website www.ama-gastrosiegel.at, das AMA-Icon auf Herold, eine iPhone-App und die Integration in das Navigationssystem von Wisepilot.

Immer mehr Fleisch aus regionaler Herkunft
Im AMA-Gastro-System kann sich der/die GastronomIn in der Kategorie Fleisch eine oder mehrere Fleischsorten aussuchen, mit der er/sie am Zertifizierungsprozess teilnimmt. Am häufigsten wird dabei Rind gewählt. Dieser Prozentsatz hat sich von 2010 auf 2011 von 80% auf 84% gesteigert. Bei Schwein, dem zweitwichtigsten Fleischsegment in diesem Gastro-Ranking, ist dieser Prozentsatz innerhalb eines Jahres von 67% auf 74% gestiegen. (Chart 1+2)
Wie Vergleiche mit den früheren Jahren zeigen, wird Fleisch für die Gastronomie immer mehr in der örtlichen Fleischerei (29%) und direkt beim Landwirt aus der Region (22%) gekauft. Rund 15% wird vom Gastro-Großhandel bezogen. Der Rest kommt vom regionalen Händler. (Chart 3)

Gastronomie zunehmend wichtiger Partner der Landwirtschaft
"Die heimische Gastronomie greift zunehmend zu Produkten, die in der Region verfügbar sind. Der lokale Fleischhauer und der Landwirt aus der unmittelbaren Nähe werden immer mehr zu beliebten Bezugsquellen. Nähe und Regionalität werden zunehmend wichtig in der Frage des Vertrauens und der Authentizität. Beides sind auch schwerwiegende Verkaufsargumente. Dass nun immer mehr herkunftsgesichertes Rind und Schwein am Einkaufszettel der Wirte steht, macht sie in Kombination mit unserer regionalen Herkunftssicherung zu immer wichtigeren Partnern der Landwirtschaft", so MAG. SABINE FLÖCKLMÜLLER, GF Kuratorium Kulinarisches Erbe.

Gastro-Großhandel forciert Markenprogramme
Auch der Gastro-Großhandel hat die Chancen erkannt, die eine Herkunftssicherung der Produkte bietet. Produkte, die AMA-Gastrosiegel-tauglich sind, werden deshalb extra auf der Rechnung als solche ausgewiesen. Um eine attraktive Auswahl an geeigneten Produkten bieten zu können, setzt der Großhandel wiederum verstärkt auf regionale Markenprogramme mit Herkunftssicherung. In manchen C+C-Märkten sind bereits über tausend gesicherte Marken verfügbar. Besondere Bedeutung spielen die Großmärkte für die Gastronomie im Segment Milch und Milchprodukte.

Gemeinsame Chance: regionale Produkte mit Herkunftssicherung

"Landwirtschaft, Gastronomie und Handel bilden einen in sich geschlossenen kulinarischen Kreislauf. Je größer die Nachfrage nach heimischen und herkunftsgesicherten Produkten ist, umso mehr profitierten unsere Produzenten. Je mehr sich unser Land zur kulinarischen Destination entwickelt, umso mehr stehen Innovation und kulinarische Tradition im Interesse der Gäste. Je mehr Gäste, umso mehr profitieren Gastronomie und Hotellerie. Österreichs Wirtshauskulturinitiativen haben erkannt, dass die Chancen nicht im Forcieren des globalen Einheitsgeschmacks liegen, sondern in den Gerichten mit Geschichte", betont DR. STEPHAN MIKINOVIC, GF der AMA Marketing.

Rückfragehinweis: AMA Marketing
Mag. Sabine Flöcklmüller, GF Kuratorium Kulinarisches Erbe,
Tel. 01/33151-405, E-Mail: sabine.floecklmueller(vpsat)ama.gv(vpsdot)at

Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation,
Tel.01/33151-404, E-Mail: hermine.hackl(vpsat)ama.gv(vpsdot)at

Mag. Birgit Mondl, Projektleiterin AMA-Gastrosytem,
Tel. 01/33151-4572, E-Mail: birgit.mondl(vpsat)ama.gv(vpsdot)at